Mindestens die 'schwarze Null' ...
Nichts geht, wenn es Ihrem Unternehmen nicht gut geht. Auch rein betriebswirtschaftlich gesehen. Die Zahlen müssen stimmen - d. h. in aller Regel muss unterm Strich mindestens die 'schwarze Null' stehen. Die beste Zukunftssicherung für Ihr Unternehmen ist - auch unter demographischen Gesichtspunkten - die Weichen rechtzeitig auf Erfolg zu stellen. Schließlich wollen Sie auch in 5, 10 Jahren oder länger wirtschaftlich bleiben. Das ist gewiß nicht einfach angesichts der vielen Belastungen und Herausforderungen. Gerade für kleine Unternehmen gilt: Überleben ist eine Kunst. Handwerksbetriebe beispielsweise leben oftmals von der Hand in den Mund: Die nächsten Aufträge - man ist froh, wenn man sie hat - müssen irgendwie abgearbeitet werden. Danach ...
Verständlicherweise vertrauen gerade viele Kleinunternehmen auf die bisherigen, bewährten Erfolgsrezepte, ihren Alltagsstrategien. Das allerdings kann - angesichts der absehbaren Veränderungen im gesamten Umfeld - längerfristig verhängnisvoll sein. Andererseits liegen in diesen Veränderungen auch Chancen. Diese frühzeitig zu sehen und zu nutzen, das kann den entscheidenden Vorteil bringen auch gegenüber den Wettbewerbern im Markt.
Nur 'weiter so' geht nicht...
Das Beispiel des Wohnungs- und Baumarktes bzw. des Baugewerbes zeigt, dass Änderungen der Marktnachfrage in enger Verknüpfung mit der demographischen Entwicklung gesehen werden müssen.
Der Bedarf ändert sich - kurz zusammengefaßt - in folgenden Richtungen:
- weg von Neubauten von (freistehenden) Einfamilienhäusern wie auch Mehrfamilienhäusern
- hin zu Bauen im Bestand: Umbauten, Renovierungen bzw. Ausbauten z. B. von Einliegerwohnungen in Mehrgenerationenhäusern
- Energiesparende Bauweise bzw. Energieckecks entsprechenden Renovierungen
- familien- und altengerechte Bauweise (barrieerefrei usw.)
Nicht nur die Produkte (das Was?), sondern auch die begleitenden Leistungsanforderungen / Service (das Wie?) ändern sich unweigerlich.
(Siehe dazu genauer die Studie der Architektenkammer NRW: Zukunft der Architekten - Berufsbild und Märkte. Düsseldorf 2005, und viele andere Branchenveröffentlichungen.)
"sich neu erfinden"
Ja, das ist auch so eine beliebte und moderne Redewendung:
Wenn alle Umstände sich ändern und die Herausforderungen der Zukunft so gewaltig sind, dann müsse sich auch ein kleines Unternehmen neu positionieren und ... (s. o.).
Es erscheint fast so wie bei einem Schach- oder anderen Brettsspiel: Da werden die Figuren eben neu aufgestellt...
Ein Unternehmen mit seinen Mitarbeiter/innen zu führen ist aber kein Spiel. Und 'alles neu' ist keine Zukunftsdevise für KMUs. Es gilt, das Beste aus dem Vorhandenen zu machen und vorhandene Potenziale zu erschließen. "Überstürzt eingeführte Innovationen können nicht nur das Gleichgewicht der betrieblichen Ordnung empfindlich stören, sondern sind auch ökonomisch risikoreich. Anpassungen funktionieren nur, wenn in einer alltagstauglichen Form Elemente eines 'kontinuierlichen Verbesserungsprozesses' aufgenommen werden im Sinne einer Verbesserung von Qualität und Produktivität in kleinen Schritten und der täglichen Vervollkommnung von Mensch und Werk." (baua-Forschungsstudie zur altersgerechten Arbeit in Kleinbetrieben, 2005)