Mehr Chancen auch für Frauen und Ältere

Die demographische Entwicklung führt also in aller Regel zu einem verstärkten Personalbedarf von Unternehmen. Schon aus Kostengründen - die durchschnittlichen Personalbeschaffungskosten liegen erfahrungsgamäß bei 2-3 Monatsgehältern pro Person - liegt das Schwergewicht wohl darauf, die vorhandenen Mitarbeiter/innen zu binden und im besten Sinne des Wortes arbeits- und leistungsfähig zu erhalten (siehe Arbeitsfähigkeit). Doch auch neue Mitarbeiter/innen sind für das Unternehmen zu gewinnen. Da denkt man wohl zuerst an junge, 'frisch' ausgebildete Arbeitskräfte, zu denen vielleicht schon über die Schul- und Ausbildungsstätten ein guter Draht aufzubauen ist. Nicht zuletzt aufgrund erweiteter und veränderter Aufgabenfelder im Dienstleistungsbereich (siehe beispielsweise Märkte 50plus) ergeben sich auch zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten besonders für:
- Frauen mit ihren besonderen Fähigkeiten in der Organisation ("Multitasking") und Kommunikation ("Ich führe ein sehr erfolgreiches Familienunternehmen!", aus einem Werbespot für Haushaltsgeräte) und für
- Ältere (Arbeitnehmer und Arbeitssuchende) mit ihren besonderen Erfahrungen, Einstellungen und Kenntnissen.



Grosse Bedeutung der Personalpolitik

Die Personalpolitik eines Unternehmens ist sehr vielschichtig, geht es doch darum, die vorhandenen Mitarbeiter/innen möglichst zu fördern und binden, ihnen Angebote zur Entwicklung / Qualifizierung und ggf. zu einem Aufstieg zu machen, neue Mitarbeiter/innen zu gewinnen und auszubilden usw. Auch die Art und Weise, wie sich ein Unternehmen von Mitarbeiter/innen trennt - sei es aus personenbezogenen oder betriebsbedingten Gründen - ist von großer Bedeutung nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die, die bleiben - und für den Ruf des Unternehmens insgesamt.


Vielschichtige Aufgaben



gute Personalpolitik - gute Arbeitgeber

Die Anforderungen an eine gute Personalpolitik steigen auch mit der demographischen Entwicklung. Denn obwohl es immer einen Sockel an Menschen geben wird, die einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz suchen: Es ist schon jetzt absehbar, dass es in den regionalen Arbeitsmärkten einen verschärften Wettbewerb von Unternehmen um qualifizierte Kräfte geben wird. Und da stehen gerade kleinere und mittelständische Unternehmen häufig im Schatten von größeren und bekannteren Unternehmen (s. dazu mehr unter KMUs ). Auch wenn man sich heute vielleicht kaum vorstellen kann und es betimmt etwas überspitzt formuliert ist: Zukünftig bewerben sich weniger die Menschen bei den Unternehmen - die Unternehmen müssen sich bei den Menschen bewerben! Vor allem KMUs müssen besondere Anstrengungen unternehmen, um in ihrer Region als gute Arbeitgeber dazustehen und auch wahrgenommen zu werden. Und auch das ist ein 'weites Feld':


Arbeitgeber-Attraktivität




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