... auch KMUs betroffen?

Ob und inwieweit ein Unternehmen X der Branche Y in der Region Z von der demographischen Entwicklung betroffen ist, läßt sich nicht allgemeingültig beantworten. Doch der Durchschnitts-Trend ist schon jetzt unverkennbar: So ist zwischen 1993 und 1998 trotz massiven Personalabbaus bei den Älteren - Stichwort Frühverrentung - der Anteil der über 55-jähringen in deutschen Uternehmen um 22 % gestiegen. Und das Ergrauen der Belegschaften beschleunigt sich. Daraus ergeben sich weitreichende Fragen (s. u.):

Altersgruppen in deutschen Unternehmen

Statistisches Bundesamt - Grafik Healthpro

Diese Grafik fand sich auf ein Suchwort im Internet. Da die Datenquelle unbekannt und die Richtigkeit nicht überprüfbar ist, haben wir den Firmenname gelöscht. Sie mag als Illustrationsbeispiel für eine extreme Altersentwicklung der Belegschaft eines Unternehmens dienen. Aber ist sie völlig "aus der Welt"?

Extrembeispiel?

Fragen aufnehmen (Quelle inqa / baua)

  • Wird es zu einem demographisch bedingten Mangel an Arbeitskräften kommen? Ist der derzeitige Fachkräftemangel in einigen Branchen nur ein Vorgeschmack auf einen in Zukunft ‚leergefegten’ Arbeitsmarkt?
  • Sind die wirtschaftlichen Herausforderungen der Globalisierung mit älteren Beschäftigten überhaupt zu bewältigen? Wie steht es um die Innovationsfähigkeit der Unternehmen und deren Wettbewerbsfähigkeit, wenn weniger junge, 'frisch’ ausgebildete Köpfe nachrücken?
  • Und auch andersherum stellt sich ein Problem: Wie werden die Unternehmen damit fertig, wenn sich in einigen Jahren die geburtsstarken Jahrgänge, die 'babyboomer’, kollektiv verabschieden und ihr Erfahrungswissen und ihre Kompetenzen mitnehmen?
  • Was können Unternehmen jetzt tun, um sich auf den unausweichlichen altersstrukturellen Wandel ihrer Belegschaften einzustellen?

P. S. Arbeitskräfte bald Mangelware?

Einige Prognosen sagen für 2015 einen Arbeitskräftemangel von etwa 7 Mio. Personen voraus. Damit einher geht die Annahme, dass sich so und ohne große Anstrengung das Problem der Arbeitslosigkeit von selber löst. Auf den zweiten Blick erweisen sich diese Szenarien jedoch als kaum haltbar. Weder berücksichtigen sie die künftig geringere Nachfrage nach Arbeitskräften – Stichwort: technische Rationalisierung – noch die stille Reserve in Form verdeckter Arbeitslosigkeit, die es zunächst abzubauen gilt. (inqa / baua ebda)

Die 'Preisfrage':