Regionale Perspektiven ...

Sie meinen, die Nagelprobe, inwieweit Ihr Unternehmen von der demographischen Entwicklung betroffen ist, steht noch aus? Damit haben Sie gewiß Recht. Wenn Sie es wollen, können wir gemeinsam genauer untersuchen, wie der Ist-Stand - die Altersstruktur Ihrer Belegschaft - ist und mit welchen Entwicklungen mit einiger Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist. Zielsichere Zukunftsprognosen können auch wir nicht geben. Wie wäre es aber mit ersten Tests Ihres Unternehmens auf 'Demographiefestigkeit'? Hier nur einige Möglichkeiten:

Die Altersstrukturanalyse (ASA-Tool)

Beispiel einer genauen Analyse und Prognose

Quelle: Köchling 2005, BMBF

... ist ein standardisiertes Verfahren, mit dem Sie einen ersten - auch grafisch einfach erfaßbaren - Überblick erhalten über die Zusammensetzung Ihrer Belegschaft nach Altersgruppen. Nach Bedarf und Möglichkeiten können diese später auch differenziert werden nach Unternehmensstandorten, Bereichen (Abteilungen o. Ä.) oder Funktionen. Weitere Informationen, die damit verknüpft werden können, sind Krankheitstage (AUs) oder Fortbildungstage.
Die Daten - selbstverständlich ohne Namensnennung und vertraulich gehandhabt (!) - stammen von Ihnen; wir fügen sie in ein vorgefertigtes Excel-Datenblatt ein und präsentieren Ihnen das Ergebnis zunächst in kleinem Kreise.

Ein Anhaltspunkt zur Deutung kann dann der Vergleich sein mit einigen typischen Grundformen der Altersstruktur in Unternehmen (siehe nachfolgende Grafiken). Ein weiterer Gedankenanstoß verbindet sich mit der Frage: Was passiert, wenn nichts passiert? Wir fügen eine Kurve in die Grafik ein, die zeigt, wie die Alterszusammensetzung beispielsweise in 10 Jahren aussehen könnte, wenn ...
Nun beginnt die eigentliche Denkarbeit: Das Ergebnis auszuwerten - dafür sind und bleiben Sie die Experten Ihres Unternehmens - und vielleicht erste Handlungsempfehlungen herzuleiten...

P. S. Sie können für die Alterstrukturanalyse auch Excel-'Werkzeuge' (tools) nutzen, die inzwischen z. B. von verschiedenen Organisationen kostenlos zum Herunterladen angeboten werden, wie etwa den Demografie-Kompass der gewerkschaftlichen Technologieberatungsstelle TBS. Für größere Unternehmen mit differenzierteren Analyse-Anforderungen bietet sich das HC-Score-Programmpaket der Fa. H-FaKtor an, das zusammen mit Beratungsleistungen angeboten wird - wir setzen in Zusammenarbeit mit H-Faktor selbst auch eine Programmversion ein.

Grundformen der Altersstruktur in Unternehmen

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regionale Perspektiven

Perspektivenkarte (Beispiel)

Vergrößern durch Anklicken

Ergänzend zu der Untersuchung der Altersstuktur Ihres Unternehmens sollten auch die regionalen Perspektiven Ihres Standortes vor allem für die Personalrekrutierung und Absatzstrategie vor Ort berücksichtigt werden. Als ein Hilfsmittel dafür kann z. B. die regionale Perspektivenkarte NRW genutzt wrden, welche die Organisation healthpro zusammen mit dem Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen entwickelt hat. Hauptgesichtspunkte (Indikatoren) sind dabei: Bevölkerungsentwicklung, Geburtenrate, Arbeitsplatzentwicklung, Frauenerwerbsquote, Beschäftigtenstruktur, Bildungsquote, Wirtschaftswachstum sowie Steuereinnahmen.
Die Bertelsmannstiftung bietet darüber hinaus mit Ihrer Aktion 2050 einen detaillierten Demographiebericht für einzelne Städte und Gemeinden unter ähnlichen Gesichtspunkten an.
Wir verbinden solche Analysen allerdings mit den Entwicklungsschwerpunkten, die sich einzelne Regionen selbst gesetzt haben. Für die Märkische Region beispielsweise, in der wir vorzugsweise tätig sind, gibt es unterschiedliche Schwerpunkte für die Kreise Hagen (u. a. Fortbildung, "lernende Region") und Ennepe Ruhr, Süd (Gesundheitswirtschaft / Wellness und Tourismus).

Mögliche Testfragen zur Selbstüberprüfung

Wie 'demographiefest' ist Ihr Unternehmen? ja nein ?
Die Zusammensetzung der Altersgruppen im Unternehmen ist bekannt und fließt in personalpolitische Entscheidungen ein      
Ihre Altersstruktur besteht zu etwa gleichen Teilen aus jungen, mittelalten und älteren Mitarbeitern      
Die Arbeitsttätigkeiten sind so gestaltet, dass Mitarbeiter diese bis zum 65. Lebensjahr ausführen können      
Die Mitarbeiter können sich aktiv bei der Gestaltung ihrer Arbeitsbeziehungen beteiligen      
Es gelingt dem Unternehmen problemlos, den Bedarf an jungen Facharbeitern auszubilden oder zu rekrutieren      
Alle Mitarbeiter - auch ältere - erhalten die Chance, sich zu qualifizieren und ihre Kompetenzen zu erweitern      
Der Wissensaustausch zwischen älteren, erfahrenen Mitarbeitern und dem Nachwuchs wird gezielt gefördert      
Allen Mitarbeitern wird im Unternehmen eine berufliche Perspektive geboten      

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit NRW (Hrsg.): Arbeitsfähigkeit 2010. Düsseldorf o. Jg. Sie können auch die ausführlicheren Internet-Checks mit Kurzauswertung nutzen unter: gesuenderarbeiten.de und inqa-demographie-check.de
Sehen wir uns danach wieder?